Neue Ausstattung für den Katastrophenschutz im Landkreis Bayreuth übergeben

Neue Ausstattung für den Katastrophenschutz im Landkreis Bayreuth übergeben

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Am Samstag, den 04.07.2026, nahm Landrat Florian Wiedemann im Beisein zahlreicher Vertreter der Blaulichtorganisationen am Katastrophenschutzlager die neu angeschafften Ausrüstungsgegenstände des Landkreises Bayreuth zur Evakuierung von Personen offiziell entgegen.

Hintergrund der Beschaffung ist die Evakuierungsrichtlinie des Freistaates Bayern. Diese verpflichtet Landkreise mit mehr als 50.000 Einwohnern dazu, Vorkehrungen für die Versorgung möglicher Evakuierter zu treffen und die hierfür erforderliche Ausstattung vorzuhalten. Katastrophenschutzbehörden sind dabei für die Planung und Durchführung von Evakuierungsmaßnahmen verantwortlich, um die Bevölkerung vor akuten Gefahren zu schützen. Eine Evakuierung kann bei unterschiedlichen Gefahrenlagen angeordnet werden, beispielsweise bei Überschwemmungen, Großbränden oder nach dem Fund einer Bombe. Ziel einer Evakuierung ist die organisierte Verlegung von Menschen aus einem gefährdeten Gebiet in einen sicheren Bereich, in dem sie vorübergehend untergebracht, verpflegt und betreut werden.

Nach einer öffentlichen Ausschreibung und der Auswahl des wirtschaftlichsten Angebots beauftragte der Landkreis Bayreuth die Firma Disc-O-Bed mit der Lieferung der Ausrüstung. Das Gesamtvolumen der Beschaffung beläuft sich auf knapp 100.000 Euro. Zum neuen Bestand gehören insgesamt 600 Feldbetten, 300 Luftmatratzen, 22 Gitterboxen, 22 Rollböden, 22 Palettenhauben, zwei Abrollrahmen sowie 20 Bierzeltgarnituren.

Landrat Florian Wiedemann bedankte sich bei der Firma Disc-O-Bed, die bei der Übergabe durch Dirk Fischer vertreten wurde, für die unkomplizierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

„Unsere Blaulichtorganisationen haben nun die Möglichkeit, im Einsatzfall im Rahmen der Evakuierungsrichtlinie auf den Bestand dieses neuen Materials zuzugreifen und dieses entsprechend einzusetzen“, betonte Wiedemann.

Dadurch können Evakuierungslagen künftig noch effizienter und schneller bewältigt werden.

Dennoch waren sich alle Beteiligten einig in dem Wunsch, die neue Ausstattung möglichst nie einsetzen zu müssen. Für den Ernstfall werden die Ausrüstungsgegenstände in einem Abrollbehälter gelagert und jederzeit einsatzbereit vorgehalten.

Mit der Betreuung der Ausstattung sowie der Einsatzlogistik ist die Logistik- und Verpflegungskomponente (LogV) des Landkreises Bayreuth betraut, die durch das BRK Hollfeld gestellt wird. Insgesamt verfügt der Landkreis über zehn Wechselladerfahrzeuge, darunter ein Fahrzeug des BRK-Kreisverbandes Bayreuth und neun Fahrzeuge stationiert bei den verschiedensten Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis. Welches dieser Fahrzeuge den Abrollbehälter im Einsatzfall aufnimmt, wird jeweils nach Verfügbarkeit entschieden. Gemeinsam mit der LogV wird die Ausstattung anschließend schnell und flexibel an den jeweiligen Einsatzort transportiert und in den Einsatz gebracht.

Mit der neuen Ausstattung erweitert der Landkreis Bayreuth zugleich seine Möglichkeiten im Katastrophenschutz. So können künftig angeforderten Feuerwehr-Hilfeleistungskontingente des Landkreises vollständig autark in Schadensgebiete ausrücken. Die Feldbetten, Luftmatratzen und die weitere Ausstattung können dabei bei Bedarf auch zur Unterbringung und Versorgung von Einsatzkräften eingesetzt werden. Der im Abrollbehälter verlastete Materialsatz steht damit nicht nur für Evakuierungsmaßnahmen, sondern auch für weitere Einsatzlagen im Katastrophenschutz schnell und flexibel zur Verfügung.

Fotos: LRA Bayreuth/ LogV-Marco Wenzel
Text: LRA Bayreuth/ KBM St. Bleuse
Freiwillige Feuerwehren Landkreis Bayreuth, Katastrophenschutz Landkreis Bayreuth, LogV BRK Hollfeld

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