In der Nacht auf Donnerstag, den 6. August 2026, wurden gegen 00:40 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Kirchenlaibach, Lessau, Steinachtal und Weidenberg gemeinsam mit dem Rettungsdienst des BRK-Kreisverbandes Bayreuth sowie der Polizei zu einem gemeldeten Zimmerbrand nach Weidenberg alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass in einem Mehrfamilienhaus die Küche einer Wohnung bereits in ausgedehntem Brand stand. Unverzüglich gingen mehrere Atemschutzgeräteträger zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Auf der Rückseite des Gebäudes wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht.
Die Bewohner der vom Brand nicht unmittelbar betroffenen Wohnungen konnten das Gebäude noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbstständig verlassen. Den eingesetzten Atemschutzgeräteträgern gelang es, die drei Bewohner der Brandwohnung aus dem Gebäude zu retten und dem Rettungsdienst zu übergeben. Sie wurden vor Ort durch den Notarzt mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation untersucht und medizinisch versorgt.
Nach erfolgreicher Brandbekämpfung führten die Einsatzkräfte umfangreiche Belüftungsmaßnahmen im gesamten Gebäude durch. Da sich der Brandrauch über den Flur auch in angrenzende Wohnungen ausgebreitet hatte, wurden anschließend sämtliche Wohnungen mit spezieller Messtechnik auf eine mögliche Kohlenmonoxidkonzentration kontrolliert. Dabei wurden keine erhöhten Messwerte festgestellt, woraufhin die Bewohner gegen 02:30Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.
Die Brandwohnung ist aufgrund des entstandenen Schaden derzeit unbewohnbar. Sie wurde durch die Polizei versiegelt. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernimmt der Kriminaldauerdienst.
Während des laufenden Einsatzes wurden die Bewohner durch Einsatzkräfte der Feuerwehr Kirchenlaibach sowie den Notfallseelsorger Günter Daum betreut und versorgt. Auch Weidenbergs Erster Bürgermeister Matthias Böhner machte sich noch in der Nacht ein Bild von der Lage. Er bot den betroffenen Bewohnern der Brandwohnung seine Unterstützung bei der Organisation einer vorübergehenden Unterkunft an. Diese konnten jedoch bei Bekannten untergebracht werden. Zudem sprach er den Einsatzkräften seinen Dank für deren schnelles und engagiertes Handeln aus.
Dem umsichtigen Verhalten eines aufmerksamen Nachbarn sowie dem schnellen und professionellen Einsatz der alarmierten Feuerwehren ist es zu verdanken, dass sich das Feuer auf die Brandwohnung beschränkte und der Einsatz vergleichsweise glimpflich verlief.
Insgesamt waren rund 75 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatz. Seitens des BRK-Kreisverbandes Bayreuth waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort.
Fotos/Text: KBM St. Bleuse










