Feuerwehr Bärnreuth kauft gebrauchtes Fahrzeug

Feuerwehr Bärnreuth kauft gebrauchtes Fahrzeug

Eigeninitiative zeigen, wenn öffentliche Mittel knapp sind: die Feuerwehr Bärnreuth hat dies einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sie hat aus eigenen Mitteln ein gebrauchtes Löschgruppenfahrzeug LF 16/TS gekauft. Am Samstag des 09. November 2013 war es soweit, das gut erhaltene Fahrzeug wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben.

So war es denn auch symbolträchtig, dass Vorsitzender Roland Wunderlich den Schlüssel zunächst an Bürgermeister Jürgen Zinnert übergab, ehe dieser ihn an Kommandanten Marco Riedelbauch weitergab. Die Beschaffung und das Herrichten hat komplett der Verein und die aktive Mannschaft übernommen.

Selbst Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch staunte nicht schlecht, als er das Fahrzeug sah, das ab sofort einen alten Ford Transit ersetzt und mit der Ausstattung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs ausrückt. Doch die Feuerwehr Bärnreuth hat noch eins drauf gesetzt: der Tragkraftspritzenanhänger wurde kurzerhand zum Schlauchwagen umgebaut. 500 Meter B-Schläuche, davon rund 240 Meter fertig gekuppelt, sind auf dem Anhänger verladen und helfen so zum schnellen Verlegen einer Schlauchstrecke.

Bürgermeister Jürgen Zinnert zeigte sich im Beisein einiger Stadträte begeistert vom Engagement der kleinen, aber fleißigen Ortswehr. Der Brand des Feuerwehrhauses Bad Berneck habe trotz vieler Eigenleistungen, Zuschüsse und Versicherungsleistungen noch immer einen verbleibenden Eigenanteil von rund 300.000 Euro für die finanziell gebeutelte Kommune bedeutet. Umso anerkennenswerter sei der nahezu beispiellose Einsatz der Bärnreuther Wehr. Nahezu beispiellos deshalb, weil auch Wasserknoden, ein weiterer Ortsteil von Bad Berneck, aus eigenen Mitteln ein gebrauchtes Fahrzeug beschafft hat. “Ihr lebt Gemeinschaftssinn vor und heute ist ein außergewöhnlicher Freudentag”, lobte das Stadtoberhaupt.

Vorteile sehen die Bärnreuther Führungskräfte vor allem darin, dass in dem Fahrzeug eine ganze Gruppe Platz findet. “Das Fahren zu Einsatzstellen mit privaten PKW´s wird sich nun deutlich reduzieren”. Außerdem verfügt das Fahrzeug über Allrad, was angesichts der geografischen Lage des Ortes von großem Vorteil sein dürfte. Das Löschgruppenfahrzeug wurde auf 7,5 Tonnen abgelastet, um es ohne LKW-Führerschein bewegen zu können. Die jungen Kameraden werden vom ortsansässigen Fahrlehrer Klaus Greiner ausgebildet, damit auch sie das Fahrzeug führen dürfen.

Pfarrerin Karin Scheler und Pastoralreferent Matthias Bischoff stellten Fahrzeug und Mannschaft unter den Segen Gottes.

Text: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit
Fotos: Carolin Rausch

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