Schwerer Verkehrsunfall auf der ST 2186 bei Seitenbach

Am Dienstag, 20.08.2019, wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Mistelgau, Frankenhaag, Obernsees und Seitenbach kurz vor 8 Uhr zu einem Verkehrsunfall von der Integrierten Leitstelle Bayreuth-Kulmbach alarmiert.

Die Einsatzkräfte fanden ein Trümmerfeld, das sich über 200m verteilte, vor. Ein PKW war am Ende des Trümmerfeldes im Graben, auf der Fahrerseite, zum stehen gekommen. Der Fahrer befand sich im Fahrzeug. Dieser wurde unter der Leitung des Notarztes befreit. Hierzu musste die Beifahrertür mit Hilfe einer hydraulischen Rettungsschere entfernt werden. Der Verunfallte wurde nach einer ersten notärztlichen Behandlung schwerverletzt in ein Krankenhaus gefahren. Auf der Höhe des Parkplatzes stand ein weiteres Unfallfahrzeug. Die Fahrerin konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Sie wurde ebenfalls vom BRK-Team versorgt und in ein Krankenhaus transportiert. Der beteiligte LKW war durch die Leitplanke eine Böschung hinab gefahren. Er kam zwischen Bäumen vor einem Bach zum Stehen. Der Fahrer des LKWs (Wechselladerfahrzeug) konnte sich selbst befreien. Er war anfänglich nicht verletzt, musste sich aber später doch in ärztliche Behandlung begeben.

Nach Zeugenaussagen kam der Opelfahrer aus bisher ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn, stieß dort mit dem LKW zusammen, schrammte an diesem vorbei und touchierte, mit einer hinter dem LKW fahrenden VW-Fahrerin. Durch die Wucht des Aufpralles wurde die Antriebsachse des Opels herausgerissen. Der Opel kam nach ca. 150 Meter im Graben zum Liegen. Der LKW durchbrach die gegenüberliegende Leitplanke.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützen das BRK-Team bei der Verletztenversorgung. Da bei dem LKW Betriebsmittel ausliefen, wurde eine Ölsperre auf dem Bach eingebracht. Hierzu mussten sie sich erst den Weg mit Motorsägen freischneiden, ebenso den Zugang zum LKW. Die Bergung dieses LKWs erwies sich als schwierig, da er einige Bäume unter sich begrub und eine einfaches Herausziehen mit einem Bergungsfahrzeug nicht möglich war, da sonst der Diesel- und der Hydrauliköltank beschädigt worden wären. Das Bergungsunternehmen beorderte einen Kran zur Unfallstelle. Mit ihm gelang schließlich die Bergung. Das durch das Hydrauliköl verseuchte Erdreich musste ausgebaggert werden.

Der Einsatzleiter Marc Pointinger, Feuerwehr Mistelgau, wurde durch Kreisbrandmeister Daniel Ermer unterstützt. Neben Einsatzkräfte von Feuerwehr, BRK und Polizei waren auch Fachkräfte des Wasserwirtschaftsamtes und des Straßenbaulastträgers an der Unfallstelle. Die Staatsstraße war während der gesamten Einsatzdauer komplett gesperrt. Der Verkehr wurde durch Kräfte der Feuerwehr umgeleitet.

Text und Fotos: Gerhard Eichmüller Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

, , , , , ,

Ähnliche Beiträge

Menü