Gemeindejugendfeuerwehrtag des Unterkreises 7 in Langenloh
Der traditionelle Gemeindejugendfeuerwehrtag des Unterkreises 7 fand am Samstag (30.05.2026) in Langenloh statt. Insgesamt acht Gruppen mit 25 Jugendlichen aus den Feuerwehren Langenloh, Breitenlesau-Siegritzberg, Hannberg, Rabeneck sowie der Gemeinschaftsgruppe „Ranga“, bestehend aus den Feuerwehren Hubenberg, Heroldsberg, Seelig, Gösseldorf und Saugendorf, stellten ihr Wissen und Können unter Beweis.
Auf einem rund fünf Kilometer langen Rundkurs durch die Fluren und Wälder rund um Langenloh mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an mehreren Stationen feuerwehrtechnische Aufgaben absolvieren. Insgesamt 18 Schiedsrichter bewerteten die Leistungen der Jugendlichen in Theorie und Praxis. Zu den Prüfungsaufgaben gehörten unter anderem das Beantworten von Testfragen, das Kuppeln von vier Saugschläuchen mit Anlegen von Ventil- und Halteleine durch Wasser- und Schlauchtrupp, das Binden von vier verschiedenen Feuerwehrknoten am Knotengestell sowie das Kuppeln einer 90 Meter langen C-Schlauchleitung.
Weitere Stationen umfassten das Anlegen eines Brustbundes an sich selbst, das Zuordnen von Ausrüstungsgegenständen, das Ziehen eines CM-Strahlrohres mit angeschlossenem C-Schlauch über einen Graben sowie den Zielwurf mit der Feuerwehrleine durch ein Hindernis.
Nach einem spannenden Wettkampf konnte sich die Gruppe Langenloh 1 den Wanderpokal und damit den ersten Platz sichern. Auf den weiteren Plätzen folgten Hannberg 1, Langenloh 2, Ranga 2, Hannberg 2, Ranga 1, Breitenlesau-Siegritzberg sowie Rabeneck auf Rang acht.
Vorstellung des Wechselmoduls „Wald- und Vegetationsbrand“
Den Rahmen der Veranstaltung nutzte die Freiwillige Feuerwehr Langenloh zudem zur offiziellen Vorstellung ihres neuen Wechselmoduls „Wald- und Vegetationsbrand“ für den bereits im vergangenen Jahr in Dienst gestellten Gerätewagen-Tragkraftspritze (GW-TS).
Als erste Feuerwehr im Landkreis hat die Wehr dieses innovative Konzept umgesetzt. Der Wechsel vom Tragkraftspritzen-Modul auf das Wald- und Vegetationsbrandmodul kann innerhalb von maximal zwei Minuten erfolgen und ermöglicht damit eine hohe Flexibilität im Einsatzgeschehen.
Das Modul verfügt über einen 500-Liter-Wassertank, der bei einer Förderleistung von 16 Litern pro Minute einen autarken Betrieb von bis zu 30 Minuten ermöglicht. Die integrierte Hochdruckpumpe arbeitet mit einem Druck von bis zu 230 bar. Dadurch können selbst widerstandsfähige Grasnarben mit Wasserkraft geöffnet und wirksame Löschmaßnahmen eingeleitet werden.
Über eine Schaumzumischanlage kann dem Löschwasser bei Bedarf Netzmittel beigemischt werden. In Verbindung mit der Tank- und Schaummittelkapazität können bis zu 180 Liter Schaum erzeugt werden. Die Wiederbefüllung des Wassertanks ist sowohl über Hydranten und Löschfahrzeuge als auch durch Wasserentnahme aus Zisternen oder offenen Gewässern möglich. Ein fest integrierter Systemtrenner macht zusätzliche Sicherungsmaßnahmen am Hydranten überflüssig. Zudem schützt ein Feinfiltersystem die Hochdruckpumpe beim Ansaugen aus natürlichen Wasserentnahmestellen vor Verunreinigungen.
Mit einer Schlauchlänge von insgesamt 80 Metern eignet sich das Modul insbesondere für die Bekämpfung von Entstehungsbränden, Spotfeuern und Vegetationsbränden in schwer zugänglichem Gelände. Die Kombination aus dem wendigen Fahrzeug und dem neuen Modul ermöglicht einen schnellen Erstangriff auch dort, wo herkömmliche Löschfahrzeuge nur eingeschränkt eingesetzt werden können.
Von den Einsatzmöglichkeiten überzeugten sich vor Ort unter anderem Landrat Florian Wiedemann und Bürgermeister Thomas Thiem. Die Anschaffungskosten des Moduls beliefen sich auf rund 20.000 Euro. Dank der großzügigen Unterstützung mehrerer Sponsoren konnte das Projekt vollständig realisiert werden.
Im Rahmen der Präsentation überreichte Frau Hilmer der Feuerwehr zudem eine Akku-Kettensäge als Spende. Diese stellt insbesondere bei Einsätzen in unwegsamem Gelände eine wertvolle Unterstützung dar, um Zugänge zu Einsatzstellen schnell schaffen zu können.
In den kommenden Wochen wird das Modul weiter ergänzt. Geplant sind zusätzliche Geräteablagen für Handwerkzeuge, die Unterbringung von partikelfiltrierenden Halbmasken und Schutzbrillen sowie die Montage von Feuerpatschen. Um die Effizienz bei Vegetationsbrandeinsätzen weiter zu steigern, kann eine Einsatzkraft während der Fahrt auf dem Pickup gesichert die Hochdruckpumpe bedienen.
Erste Übungen haben bereits gezeigt, dass Einsätze mit dem neuen System innerhalb kürzester Zeit und mit lediglich drei Einsatzkräften durchgeführt werden können.
Abschließend sprach der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Langenloh allen Sponsoren seinen ausdrücklichen Dank aus. Ohne deren Unterstützung wäre die Anschaffung des Moduls nicht möglich gewesen. Mit ihrem Beitrag wurde nicht nur die Schlagkraft des aktiven Dienstes der Feuerwehr gestärkt, sondern zugleich in die Sicherheit der Bevölkerung investiert.
Fotos: KBI Sven Kaniewski/ KBM Matthias Alberth/ KBM Stephanie Bleuse
Text: KBM Stephanie Bleuse



















