Praxisnahes Training für den Ernstfall – Vegetationsbrand

Praxisnahes Training für den Ernstfall – Vegetationsbrand

Nachrichten

Am 28. Juli 2026 trafen sich rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus der Inspektion III zu einer gemeinsamen Vegetationsbrandübung in Langenreuth. Ziel der rund dreistündigen Ausbildungsmaßnahme war es, die wichtigsten taktischen Vorgehensweisen sowie den sicheren Umgang mit speziellen Geräten zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.

Im Rahmen der Übung standen insbesondere der praktische Einsatz verschiedener Handwerkzeuge zur Brandbekämpfung im Mittelpunkt. Hierzu gehörten unter anderem Feuerpatschen sowie das vielseitig einsetzbare Waldbrand-Bekämpfungswerkzeug „Gorgui Tool“. Die Feuerpatsche eignet sich insbesondere zum Niederschlagen kleinerer Flammen und zur Verhinderung einer weiteren Brandausbreitung, während das „Gorgui Tool“ mehrere Funktionen in einem Werkzeug vereint und sich besonders für die Bearbeitung von Brandstellen sowie das Anlegen von Kontrolllinien eignet.

Ein weiterer Schwerpunkt war der sogenannte „Pump & Roll“-Betrieb, bei dem Löschfahrzeuge während der langsamen Fahrt kontinuierlich Löschwasser abgeben und so eine wirksame Bekämpfung von sich schnell ausbreitenden Vegetationsbränden ermöglichen.

Darüber hinaus kamen Löschrucksäcke zum Einsatz, die insbesondere in unwegsamem Gelände eine effektive Erstbrandbekämpfung ermöglichen. Ebenfalls eingesetzt wurde die auf dem All-Terrain-Vehicle (ATV) der Freiwilligen Feuerwehr Troschenreuth verbaute Hochdrucklöschanlage, die speziell für den Einsatz in schwierigem Gelände konzipiert ist.

Besonders eindrucksvoll zeigte die Übung, wie schnell sich ein Vegetationsbrand bereits innerhalb weniger Sekunden ausbreiten kann. Gerade diese Dynamik verdeutlichte die Bedeutung einer schnellen Branderkennung, eines abgestimmten taktischen Vorgehens sowie der engen Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte.

An dem gemeinsamen Workshop, organisiert durch KBM Daniel Failner, beteiligten sich die Feuerwehren Betzenstein, Buchau, Kirchahorn, Langenreuth, Neudorf, Pegnitz, Penzreuth, Plech, Püttlach, Spies, Stemmenreuth, Troschenreuth, Weidenhüll und Zips.

Für die Übung stellte ein örtlicher Landwirt freundlicherweise ein bereits abgeerntetes Feld zur Verfügung und bereitete dieses entsprechend vor, sodass die Einsatzkräfte praxisnah verschiedene Einsatzszenarien beüben konnten. Im Anschluss an die Übung wurde der beübte Bereich vorsorglich nochmals intensiv mit Wasser abgelöscht. Zusätzlich pflügte der Landwirt den betroffenen Feldabschnitt unmittelbar danach um. Durch diese Maßnahmen wurde sichergestellt, dass möglicherweise verbliebene Glutnester im Boden vollständig beseitigt wurden und eine spätere Wiederentzündung ausgeschlossen werden konnte.

Fotos/Text: KBM Stephanie Bleuse

 

Freiwillige Feuerwehr Langenreuth, Inspektion III, Workshop Vegetationsbrand

Ähnliche Beiträge

Bildungsfahrt zur Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg

Nachrichten
Eine Bildungsfahrt nach Würzburg unternahmen 45 Kommandanten und Führungskräfte der Inspektion 3. Ziel war die staatliche Feuerwehrschule Würzburg. Karsten Ott informierte bei einer umfangreichen und interessanten Führung über die vielfältigen Aufgaben und…