Zwei Realeinsätze umrahmen Inspektionsübung in Weidenberg

Zwei Realeinsätze umrahmen Inspektionsübung in Weidenberg

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Der Nachwuchs von Weidenberg rief: “Hurra – die Schule brennt!” Die Weidenberger Wehr selbst hatte indes am Freitag wirklich alle Hände voll zu tun. Eingebettet in die zentrale Übung der Inspektion IV wurde sie gleich zu zwei Einsätzen gerufen. Einmal um 18.20 Uhr, einmal um 19.50 Uhr, jeweils keine halbe Stunde vor und nach der Übung an der Grund- und Mittelschule Weidenberg.

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Während eine polnische Feuerwehrführungsdelegation zusammen mit Vertretern der Regierung von Oberfranken, des Landratsamtes und Landrat Hermann Hübner voller Interesse der Übung beiwohnten, hatte die Weidenberger Wehr zunächst eine Personenrettung mittels Drehleiter aus einer Wohnung in der Warmensteinacher Straße zu bewerkstelligen. Der Übungsbeginn konnte dennoch pünktlich erfolgen.

Ausgehend von einer Fettexplosion in der Schulküche der Grund- und Mittelschule, in dessen Folge es zu einem Brand kommt, startete am Abend des 27. September 2013 die zentrale Großübung der Inspektion IV in

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Weidenberg.

Im Beisein von Landrat Hermann Hübner sowie einer Delegation polnischer Feuerwehrführungskräfte konnten sich die Verantwortlichen der Feuerwehr sowie zahlreiche Besucher von der Leistungsfähigkeit der rund 200 eingesetzten Kräfte von Feuerwehr und Roten Kreuz überzeugen.

Ausgegangen war man bei der Übung von einem Szenario, das gleichermaßen anspruchsvoll wie jederzeit möglich ist. Eine Schulklasse, bestehend aus 15 Schülern mit einer Lehrkraft, treffen Vorbereitungen für ein Schulfest. Beim Erlernen der Zubereitung von Pommes frites unter Verwendung von heißem Pflanzenfett in einer Fritteuse kommt es aufgrund Überhitzung des Fettes zum Brand. Anstatt die vorgehaltene Löschdecke beim ersten Löschversuch zu verwenden, reagiert ein betroffener Schüler falsch und verwendet hingegen Wasser in einem 2-Liter-Messbecher, der durch Zufall bereit steht.

Es folgte ein angenommener Großeinsatz mit sieben Löschzügen und zahlreichen Vertretern von Polizei und Rettungsdienst. Menschenrettung, Brandbekämpfung, Bildung einer Einsatzleitung, Einteilung der Schadensstelle in Abschnitte, Verkehrsregelung und Umleitung herstellen, Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle BT/KU sowie mit Rettungsdienst und Polizei standen im Fokus der Übungsziele, wie es der verantwortliche Kreisbrandinspektor Andreas Heizmann formulierte.

Noch während der Übungsnachbesprechung schließlich der erneute Alarm: “Person Stromunfall”. Die sofort abrückende Stützpunktwehr musste unter anderem mit der Drehleiter nach Stockau ausrücken. Ein Feldhächsler geriet in eine Hochspannungsleitung. Der Fahrer der Erntemaschine wollte sein Fahrzeug von der Arbeitsstellung in die Fahrstellung bringen. Durch die Dunkelheit bemerkte er jedoch nicht, dass er sich unter einer 20KV-Leitung befand. Beim Einklappen des Auswurfrohres berührte dies die Stromleitung. Der Arbeiter bemerkt zunächst nur einen Funkenüberschlag im Bereich des Schneidwerkes und deutete dies fälschlicherweise als einen Maschinenbrand. Der junge Fahrer sprang von seinen Fahrzeug ab, um den Schaden zu begutachten. Er wollte den vermeintlichen Kleinbrand mit einer Getränkeflasche löschen, die sich in der Erntemaschine befand. Beim Berühren der Aufstieghilfe kam es zu einem Stromübergang. Der Arbeiter wurde dadurch bewusstlos. Der zum Unfallort geeilte Notarzt stellte bei ihm eine akute leichte Verletzung fest. Die eingesetzten Rettungkräfte mussten behutsam vorgehen, um eine Eigengefährdung auszuschließen. Erst nachdem ein vor Ort erschienener Mitarbeiter des Energierversorgers die Stromfeiheit der Hochspannungsleitung bescheinigte, konnte die Erntemaschine geborgen werden.

Text und Fotos: Carolin Rausch, Gerhard Eichmüller

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