Kommandantendienstversammlung im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages 2014

Kommandantendienstversammlung im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages 2014

Eine Vielzahl an Kommandanten, Vorsitzenden, Führungskräften und Gästen aus Politik, Wirtschaft und befreundeter Hilfs-, Rettungs- und Sicherheitsorganisationen konnte Kreisbrandrat Hermann Schreck zur morgendlichen Dienstversammlung am Pfingstsonntag im Breitenlesauer Festzelt begrüßen.

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Der örtliche Bürgermeister Edmund Pirkelmann erläuterte bei seinem Grußwort an die Teilnehmer unter anderem den aktuellen Stand der Bauarbeiten für das neue Waischenfelder Feuerwehrhaus. Derzeit stehe die Bodenplatte des neun Stellplätze fassenden Gebäudes, man wolle hier zum Jahresende fertig sein. Dabei betonte Pirkelmann, dass nicht primär für die Feuerwehr gebaut, sondern vielmehr in die Sicherheit der Bürgerschaft investiert werde.

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Landrat Hermann Hübner zollte der gastgebenden Feuerwehr Breitenlesau-Siegritzberg großen Dank und Anerkennung für die äußert gelungene Vorbereitung und Durchführung des Kreisfeuerwehrtages, der die sicherlich größte Feuerwehrveranstaltung im Landkreis darstellt. Mit Vorsitzendem Georg Düngfelder und Kommandant Matthias Alberth an der Spitze der Wehr wurden zusammen mit der dörflichen Gemeinschaft alle Anstrengungen unternommen, um den Kreisfeuerwehrtag attraktiv zu gestalten und zu einem Erfolg werden zu lassen. Dabei zeigt die große Präsenz der Feuerwehrleute auch die Wichtigkeit der Veranstaltung, welche in dieser Form unverzichtbar ist, um die Arbeit der 194 Freiwilligen Feuerwehren und einer Werksfeuerwehr der breiten Öffentlichkeit darzustellen. Den rund 7.500 aktiv Feuerwehrdienstleistenden, darunter etwa 900 Feuerwehrfrauen und 859 Jugendliche, gelte es Dank zu sagen, weil es sich um Menschen handelt, die sich in vorbildlicher Weise in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Stolz sei er, als Landrat in den Führungskräften der örtlichen Wehren und dem Stab der Führungskräfte auf Kreisebene ein tolles Team zu haben, die mit ihrem Idealismus vorleben, was die Gesellschaft dringend braucht, nämlich Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn. Eine interessante Ausbildung und Spaß an der gemeinsamen Sache sind, so wie sie gelebt werden, wesentliche Kernstücke für eine erfolgreiche Jugendarbeit, die dazu diene, Nachwuchskräfte für die Zukunft zu sichern.

Wenngleich die Einsatzzahlen des Jahres 2013 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken sind, nämlich um rund sieben Prozent von 1.130 auf 1.048 Ernstfälle, ist festzuhalten, dass im Landkreis Bayreuth zahlreiche schwierige Einsätze mit erheblichem personellen und materiellen Aufwand zu bewältigen waren. Der Landkreis hat – neben der Schaffung eines modernen Katastrophenschutzzentrums – für eine Vielzahl an Investitionen der Gemeinden in den Brand- und Katastrophenschutz Zuschüsse in Höhe der stattlichen Summe von 441.000 Euro gewährt. Der am 31.12.2014 auslaufende mittelfristige Beschaffungsplan hat sich dabei bewährt, weil damit Beschaffungsmaßnahmen sinnvoll gesteuert werden können; deswegen soll er fortentwickelt werden. Insbesondere mit dem sogenannten Wechselladerkonzept sei ein vieldiskutiertes, gutes System aufgebaut worden. An den bisherigen drei Standorten Gefrees, Pegnitz und Speichersdorf wurden diese bereits in Dienst gestellt; bei dem vierten Standort Waischenfeld soll die Beschaffung noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Anfang Juli diesen Jahres sollen die Einsatzkräfte der Landkreisfeuerwehren an dem System drei Tage lang ausgebildet werden. Zudem wurde vom Bund Ende April 2014 der Gerätewagen Dekon P für Einsätze mit gefährlichen Stoffen ausgeliefert. Stationiert ist das Fahrzeug bei der Feuerwehr Creußen.

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Einen Blumenstrauß überreichte Kreisbrandrat Hermann Schreck an die neue Dienststellenleiterin der Bayreuther Landinspektion, Polizeihauptkommissarin Sonja Schneider und hieß sie somit herzlich in der Feuerwehrfamilie willkommen

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Kreisbrandrat Schreck ging in seinem Rückblick zunächst auf den Hilfeleistungseinsatz in Deggendorf ein, bei dem es gemeinsam gelungen war, binnen fünf Stunden ein Kontingent mitsamt einer Unterstützungseinheit des Bayerischen Roten Kreuzes nach Niederbayern zu entsenden, das dort mit Mut und Können der Bevölkerung bei der Bekämpfung des Hochwassers geholfen hat. Für das Einsatzberichtswesen ist künftig ausschließlich die Einsatznachbearbeitungssoftware der ILS Bayreuth/Kulmbach zu verwenden, bei der demnächst eine neue stabilere und benutzerfreundlichere Eingabemaske zur Umsetzung kommt. Kreisbrandmeister Udo Müller wird deswegen bald zu einer kurzen Fortbildung einladen.

Für das Jahr 2014 besteht ein großer Bedarf an Lehrgangsplätzen an den Feuerwehrschulen, derzeit existieren Wartelisten für 13 Lehrgangsplätze „Leiter einer Feuerwehr“ und 22 Plätze für den Gruppenführerlehrgang. Die aktuell auf Landkreisebene stattfindende Modulare Truppausbildung zeige nicht nur gute Teilnehmerzahlen, sondern auch positive Resonanzen.

Unterstützt wird die Ausbildung der Wehren durch das vielfältige Angebot der Ausbildungsinspektion, das nicht nur dazu dient, Grund- und Spezialkenntnisse zu vermitteln, sondern auch – wie beispielsweise der erfolgreiche Lehrgang „Patientengerechte Rettung“ zeigt – die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg zu fördern. Jugendarbeit und Brandschutzerziehung sind neben der Öffentlichkeitsarbeit auch weiterhin Erfolgsgaranten für die Feuerwehr. Demgegenüber erweist sich die Umstellung auf den Digitalfunk vor allem wegen einer gewissen Rechtsunsicherheit und möglichen Verzögerungen als schwieriges Thema. Ein herzliches Lob gebührt der Feuerwehr Breitenlesau-Siegritzberg für die gelungene Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages. Im kommenden Jahr wird die Traditionsveranstaltung in Plech stattfinden (6. und 7. Juni 2015); für 2016 können sich noch Ausrichter bewerben.

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Viele fleissige Hände trugen zum perfekten Gelingen der Veranstaltung bei – Gastfreundschaft par excellence, wie es Landrat Hübner formulierte.

Text und Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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