Waldbrand bei Theta

Gerade noch rechtzeitig Schlimmeres verhindern konnte die Feuerwehr bei einem Waldbrand nahe Theta. Am Abend des 09.07.2019 gegen 21 Uhr war einem aufmerksamen Beobachter eine Rauchwolke nördlich von Bayreuth im Wald aufgefallen. Nach erster Erkundung durch die alarmierten Einsatzkräfte bestätigte sich ein Waldbrand zwischen Theta und Hochtheta.

Den Lagemeldungen folgte die Alarmierung eines Großaufgebotes an Einsatzkräften aus Stadt und Landkreis Bayreuth, dem Landkreis Kulmbach, Großtanklöschfahrzeugen sowie mit Wasser befüllten Güllefässern. Zur Brandbekämpfung erschwerend kam hinzu, dass es sich bei dem betroffenen Areal größtenteils um einen steilen Hang handelte. Dank des schnellen Eingreifens und massiven Einsatzes von Löschwasser, insgesamt mussten über 100.000 Liter gefördert werden, konnte der Brand auf einer Fläche von rund 2000m² effektiv gelöscht werden.

Die Einsatzleitung hatte Matthias Potzel inne, unterstützt wurde er von Kreisbrandrat Hermann Schreck, Kreisbrandmeister Konrad Bauer. Auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) wurde alarmiert. Die örtlich zuständigen Vertreter der Bayerischen Staatsforsten sowie der Polizeiinspektion Bayreuth-Land waren ebenfalls vor Ort. Das BRK übernahm die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und stand in Bereitschaft für etwaige Verletztenbehandlung.

Ein Hubschrauber der Polizei überflog zur Sicherheit gegen Einsatzende das Waldstück, um mittels Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern zu suchen. Einheiten der Feuerwehr untersuchten das abgelöschte Areal vom Boden aus mit Wärmebildkamera. Der Einsatz dauerte bis nach Mitternacht, noch in der Nacht und am Morgen danach wurden Brandnachschauen durchgeführt, die jedoch keine weiteren Auffälligkeiten ergaben.

Insgesamt waren rund 300 Kräfte in den Einsatz eingebunden bzw. standen im Bereitstellungsraum.

Die Polizeiinspektion Bayreuth-Land hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Text und Fotos: Carolin Rausch, Leiterin Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

Wie können Waldbrände vermieden werden?

Die Entstehung von Waldbränden zu vermeiden, ist deshalb nun oberstes Ziel. Die Feuerwehr weist daher auf folgendes hin:

  • In den Wäldern besteht absolutes Rauchverbot: Zigarettenglut und Rauchzeugreste können verheerende Folgen haben.
  • Auch bei Fahrten mit der Bahn oder dem Auto durch Waldgebiete dürfen keine Rauchzeugreste aus dem Fenster geworfen werden.

In einem Wald oder in einer Entfernung von weniger als einhundert Metern davon dürfen laut Bayerischem Waldgesetz grundsätzlich nicht:

  • offenes Licht angezündet oder verwendet werden,
  • brennende oder glimmende Sachen weggeworfen oder unvorsichtig gehandhabt werden,
  • Grill- oder Lagerfeuer entzündet werden.

Weiter zu beachten:

  • Grill- oder Feuerstellen außerhalb dieses Bereiches sind ordnungsgemäß zu beaufsichtigen und gegebenenfalls zu löschen, insbesondere, wenn vom Funkenflug eine Gefahr ausgeht.
  • Flaschen oder Glasscherben dürfen nicht im Wald zurückgelassen werden. Durch den Brennglaseffekt kann es auch hier zur Brandentstehung kommen.
  • Mit Kraftfahrzeugen soll nicht auf Waldwegen oder auf Grasflächen gefahren werden. Vom heißen Auspuff bzw. dem Katalysator geht eine erhebliche Brandgefahr aus.
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