Wohnhausbrand in Plech fordert Großaufgebot an Einsatzkräften

Wohnhausbrand in Plech fordert Großaufgebot an Einsatzkräften

Einsätze

Am Sonntag, den 28. Juni 2026, wurde gegen 13:40 Uhr zunächst der Brand einer Scheune in Plech gemeldet. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das betroffene Gebäude in Vollbrand. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass es sich um ein Wohnhaus handelte mit einer kleineren direkt angrenzenden Scheune.

Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die unmittelbar angrenzenden Wohnhäuser erfolgreich verhindert werden. Zahlreiche Feuerwehren aus der gesamten Region wurden zum Großbrand alarmiert, darunter auch Spezialgeräte wie Löschroboter, die Abrollbehälter Löschwasserversorgung, Aufenthalt, Wasser-Schaum und Atemschutz-Strahlenschutz.

Im Einsatz befanden sich die Freiwilligen Feuerwehren aus Betzenstein, Creußen, Eichenstruth, Hollfeld, Kirchenbirkig, Mistelgau, Neuhaus bei Pegnitz, Ottenhof-Bernheck, Pegnitz, Plech, Speichersdorf, Spies, Stadt Bayreuth, Stierberg, Viehhofen, Waischenfeld, Weidenberg und Weidensees.

Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurden mehrere lange Schlauchstrecken aufgebaut. Zusätzlich richteten die Einsatzkräfte auf der Rückseite des Gebäudes zwei Faltbehälter ein, die im Pendelverkehr mit Wasser versorgt wurden. In der Anfangsphase diente diese Wasserversorgung insbesondere den unter Atemschutz eingesetzten Kräften, welche zur Brandbekämpfung auf der Gebäuderückseite eingesetzt wurden.

Im weiteren Einsatzverlauf kamen moderne Löschroboter zum Einsatz. Auf der Rückseite übernahm der Löschroboter „Wolf R1“ die Brandbekämpfung, während im Frontbereich das System „TAF 35“ eingesetzt wurde. Dadurch konnten die körperlich besonders belastenden Einsätze unter Atemschutz deutlich reduziert werden. Atemschutzgeräteträger wurden anschließend hauptsächlich noch über die Drehleiter eingesetzt und aufgrund der hohen Außentemperaturen konsequent im 20-Minuten-Takt ausgetauscht.

Gegen 15:30 Uhr wurden zusätzlich eine Drehleiter sowie weitere Atemschutzgeräteträger aus Weidenberg nachalarmiert. Diese übernahmen in der Folge die Nachlöscharbeiten bis etwa 21:00 Uhr und ermöglichten es der Feuerwehr Plech, ihre Einsatzkräfte zu regenerieren sowie die Einsatzbereitschaft für den Gebietsschutz wiederherzustellen. Anschließend übernahmen die Plecher Kräfte im Schichtbetrieb die Brandwache, welche bis zum nächsten Morgen um 8:00 Uhr andauern wird.

Ebenfalls gegen 15:30 Uhr wurde das stark beschädigte Gebäude kontrolliert eingerissen, um verbliebene Glutnester gezielt ablöschen und die akute Einsturzgefahr beseitigen zu können.

Der Rettungsdienst, bestehend aus Kräften des BRK und des ASB, sowie einer Einsatzleiterin Rettungsdienst und einem Notarzt betreute insgesamt acht Personen vor Ort. Sechs davon waren Bewohner beziehungsweise Angehörige des betroffenen Wohnhauses und wurden vorsorglich aufgrund des Verdachts auf Rauchgasintoxikation untersucht. Ein Transport in ein Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich. Zwei Feuerwehrkräfte klagten nach ihren Atemschutzeinsätzen kurzfristig über Kreislaufprobleme und wurden ebenfalls medizinisch versorgt.

Für die Bewohner des vollständig zerstörten Wohnhauses wurde ein Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV-B) hinzugezogen. Bürgermeister Stefan Ditl machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und kümmerte sich um die Unterbringung der Betroffenen.

Neben den Feuerwehren waren auch ein Fachberater des THW Pegnitz, die Polizei, der Kriminaldauerdienst sowie zahlreiche besondere Feuerwehrführungskräfte an der Einsatzstelle tätig. Umliegende Landwirte eilten mit Wasser gefüllten Güllefässern zur Hilfe. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz.

Gegen 19:00 Uhr konnte die Ortsdurchfahrt durch Plech wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die Feuerwehr Weidenberg konnte die Einsatzstelle gegen 21:45 Uhr verlassen. Im Anschluss übernahm die Feuerwehr Plech die Brandwache, die noch bis zum nächsten Morgen um 8:00 Uhr andauert.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die abseits des eigentlichen Einsatzgeschehens zum Gelingen beigetragen haben. Ob bei der Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Verpflegung oder durch die tatkräftige Unterstützung der Anwohner vor Ort – die gelebte Hilfsbereitschaft und Solidarität waren beeindruckend und haben einmal mehr gezeigt, wie stark der Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft ist.

Fotos/Text: KBM Stephanie Bleuse

B4 Wohnhaus, Freiwillige Feuerwehr Plech, Inspektion III

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