Lehrgang Patientengerechte Rettung

Lehrgang Patientengerechte Rettung

Im April fand die alljährliche Ausbildungsveranstaltung „Patientengerechte Rettung“, die über die Ausbildungsinspektion der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Bayreuth organisiert wird, statt. Hier wird in Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst, die Rettung einer verunfallten Person trainiert.

26 Kameraden aus den Feuerwehren Altenplos, Betzenstein, Birnstengel, Breitenlesau-Siegritzberg, Gefrees, Glashütten, Hollfeld, Mistelbach, Oberwarmensteinach, Pegnitz, Streitau, Troschenreuth und 15 BRK’ler nahmen an dem Übungstag teil.

Das richtige Vorgehen bei einem Verkehrsunfall und die Gefahren einer Biogasanlage wurden vormittags durch den Leiter der Ausbildungsinspektion, KBI Harald Schöberl vermittelt. Den medizinische Teil aus Sicht eines Notarztes wurde von Dr. Stefan Eigl erläutert. Auch das richtige Zusammenarbeiten zwischen den unterschiedlichen Rettungskräften, die Ordnung des Raumes und der Zeit wurden in den Vormittagsstunden von Armin Schmidt und Roland Sertl näher gebracht, bevor es nach einer theoretischen Einweisung über die Fahrzeugausstattung der Rettungskräfte, mit den Übungen weiterging.

Im ersten Szenario wurde ein Unglück in der Biogasanlage der Familie Fischer zwischen Bayreuth und Heinersreuth simuliert.

Die Unglücksstelle gliederte sich in drei Abschnitte:

– Eine vermisste Person, welche im Silo verschüttet wurde, eine verletzte Person im exgeschützten Bereich der Biogasanlage und eine abgestürzte Person in einem Container vor der Biogasanlage.

Alle Unglückstellen wurden unter Berücksichtigung des Eigenschutzes realitätsecht abgearbeitet.

Sondergeräte wie Atemschutz, Drehleiter und der Abrollbehälter THL mit Kran haben sich auch bei der Übung als unverzichtbares und sinnvoll erwiesen, um effektiv und schnell Hilfe leisten zu können.

Hand in Hand erfolgte die Abarbeitung des Unfallgeschehens zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt, bis letztendlich eine Übergabe der Verletzten an den Behandlungsplatz des BRK im schnellaufblasbaren Behandlungszelt erfolgte. Auch hier stellte man fest, wie sinnvoll, zweckmäßig und notwendig der Gerätewagen des BRK ist.

Im zweiten Szenario wurde ein Verkehrsunfall zweier Pkw mit eingeklemmter Person simuliert. Auch hier galt der schonenden Rettung der verunglückten Personen aus dem Fahrzeug ein besonderer Augenmerk.

Richtige Verkehrsabsicherung, Erkundung, Brandschutz sicherstellen, Erstversorgung, das Entfernen der Scheiben und Türen, die Abnahme des Daches mit anschließender Befreiung der verletzten Person waren weitere Punkte, die in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, abgearbeitet wurden.

Ein unverzichtbarer Lehrgang, der gerade die Zusammenarbeit der Rettungseinheiten näher bringt und das Miteinander stärkt, wurde den Ausbildern auch in diesem Jahr bei der Abschlussbesprechung wieder bestätigt.

Herzlichen Dank für den gelungenen Tag gilt dem BRK Bayreuth, Dr. Stefan Eigl, der FF Altenplos, der FF Gefrees für die Bereitstellung der Sondergeräte wie Drehleiter und dem Wechsellader Kran mit dem Abrollbehälter THL und Familie Fischer für die Nutzung der Biogasanlage als Übungsobjekt.

Text: Marc Leinberger, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

Fotos: KBI Harald Schöberl, Leiter der Ausbildungsinspektion

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