Verkehrsunfälle, Feuer und Verletzte – Inspektionsübung in Waischenfeld am 26. September 2015

Verkehrsunfälle, Feuer und Verletzte – Inspektionsübung in Waischenfeld am 26. September 2015

Samstag, 13 Uhr, auf der neuen Brücke in Waischenfeld: Soeben ist ein Reisebus mit einem gefahrgutbeladem Lastwagen zusammengeprallt. Unbekannte Flüssigkeiten treten aus und bahnen sich ihren Weg Richtung Wiesent. Feuer bricht aus und bedroht eine nahegelegene Tankstelle. Ein Fahrzeug versucht der Unfallstelle auszuweichen, überfahrt eine Böschung und bleibt auf die Seite gedreht im Graben liegen. Mehrere Personen sind verletzt und zum Teil in den Fahrzeugen eingeklemmt. Sirenen beginnen von allen Seiten zu heulen…

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Eine intensive Stunde lang sind 148 Feuerwehrleute aus 12 Wehren gefordert, die vielfältigen Problemkomplexe der Inspektionsübung im westlichen Landkreis Bayreuth zu bewältigen.

 

Um ein effektives Arbeiten zu ermöglichen, wurden unter der Leitung von Kreisbrandmeister Herbert Neubauer verschiedene Einsatzabschnitte gebildet, nämlich

  • Menschenrettung und Brandbekämpfung im Bereich des Unfalls zwischen dem Reisebus und dem Lastwagen,
  • technische Rettung des im PKW eingeklemmten Fahrers,
  • Menschenrettung und Brandbekämpfung im Bereich der Tankstelle und
  • Rückhaltung der ausgetretenen Flüssigkeit sowie Sicherung des weiteren Gefahrguts.

 

Die enge Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst Waischenfeld, der sich um die Versorgung und Betreuung der sehr realistisch geschminkten Verletztendarsteller kümmerte, gestaltete sich – wie stets – hervorragend.

 

 

 

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Bürgermeister Edmund Pirkelmann und Kreisbrandinspektor Armin Meyer konnten die teilnehmenden Feuerwehrleute aus Waischenfeld, Breitenlesau-Siegritzberg, Nankendorf, Plankenfels, Glashütten, Mistelbach, Hannberg, Hubenberg, Langenloh, Rabeneck, Kirchahorn und Körzendorf zur abschließenden Manöverkritik im neuen Feuerwehrhaus Waischenfeld begrüßen. Insgesamt wurde deutlich, dass die vielgestaltigen Ziele vollumfänglich erreicht werden konnten. Weil Übungen in dieser Größenordnung stets auch als Chance dienen, Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen, gab Kreisbrandmeister Reinhard Pichl stellvertretend für die Übungsbeobachter wertvolle Anregungen für künftige Echteinsätze.

 

Ob in der Jugendfeuerwehr, als Atemschutzgeräteträger oder bei der Rettung von Personen: unsere Powerfrauen sind weder aus dem Erscheinungsbild der Feuerwehrgemeinschaft wegzudenken, noch kann auf ihr tatkräftiges Engagement in unserem Hilfeleistungssystem verzichtet werden. Bewusst lenkt die diesjährige Aktionswoche unter dem Motto “Frauen zur Feuerwehr!” die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Gewinnung neuer Mitstreiterinnen.

Deswegen dürfen wir an dieser Stelle gerne an unsere Mitbürgerinnen appellieren: stellen Sie sich einer neuen Herausforderung, werden Sie Teil eines kameradschaftlichen Teams und erfahren Sie die zufriedenstellende Gewissheit, Ihr Können in eine gute Sache zu investieren. Kommen Sie zur Feuerwehr!

Mehr Informationen erhalten Sie auch über folgende Themenseite: http://www.frauen-zur-feuerwehr.de

 

Text und Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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