Intensiver Gefahrstoff- und Brandeinsatz in Pegnitz

Austretendes Ammoniak im Eisstadion und ein Brand im Saunabereich des Freizeitbades in Pegnitz hielten eine Vielzahl an Einsatzkräften vom 22. bis 23. Oktober 2018 in Atem.

Am 22. Oktober 2018 wurde gegen 13.45 Uhr zunächst im Bereich des Eisstadions festgestellt, dass bei einem zur Kühlung genutzten Betriebsaggregat Ammoniak – ein stark stechend riechendes, giftiges Gas mit Reiz- und Ätzwirkung – ausströmt. Die unter der Prämisse der maximalen Vorsicht und größtmöglichen Vorausschau handelnden Kräfte sicherten den betroffenen Bereich weiträumig ab und räumten das Schwimmbad sowie das angrenzende Areal, um jegliche Gefährdung auszuschließen. Die Bundesstraße 2 musste lokal gesperrt werden. Die Bevölkerung wurde informiert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Ein Vorgehen der Feuerwehr an der direkten Einsatzstelle war nur mit spezieller Schutzausrüstung möglich. Umfangreiche Messungen, Be- und Entlüftungsmaßnahmen und Arbeiten an dem Leck schlossen sich an.

Gegen 19.00 Uhr bemerkten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung aus dem Saunabereich des Freizeitbades. Sofort wurde die Brandbekämpfung eingeleitet und weitere Kräfte hinzualarmiert. Die ebenso umfangreich wie schwierigen, personal- und materialintensiven Löschmaßnahmen dauerten bis zum Folgetag. Die Einsatzstelle konnte in den Nachmittagsstunden des 23. Oktober 2018 verlassen werden.

Wir sagen an dieser Stelle ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten für die geleistete Unterstützung und äußerst kameradschaftliche Zusammenarbeit!

Weit über 400 Kräfte waren an beiden Tagen aktiv, konkret die Feuerwehr Pegnitz mit Einsatzleiter Kommandant Roland Zahn an der Spitze, Kreisbrandrat Hermann Schreck mit zahlreichen besonderen Führungskräften, die Werksfeuerwehr der Fa. KSB, die Wehren Trockau, Troschenreuth, Speichersdorf, Waischenfeld, Hainbronn, Kaltenthal, Buchau, Neudorf, Pottenstein, Goldkronach, Nemmersdorf, Kirchahorn, Körzendorf, Oberailsfeld, Creußen, Engelmannsreuth, Auerbach, Schnabelwaid, Kirchenbirkig, Weidenberg, Bronn, Willenreuth, Immenreuth, Glashütten, Mistelbach, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, die Ständige Wache der Feuerwehr Bayreuth, das THW Pegnitz, die Unterstützungsgruppe der Sanitätseinsatzleitung, BRK und SEG Pegnitz, das BRK Hollfeld, den Malteser Hilfsdienst Waischenfeld und die Polizei. Ein ebenso herzlicher Dank gilt dem Team der Integrierten Leitstelle Bayreuth sowie der Stadt Pegnitz!

Text: KBM Kaniewski
Fotos: FF Pegnitz

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