Unwetterserie setzt sich fort

Unwetterserie setzt sich fort

Nachdem bereits am Samstag, 5. Juni 2021, vor allem der Großraum Bindlach von schlagartig auftretendem Starkregen heimgesucht wurde, setzte sich die Unwettersituation auch an den beiden darauffolgenden Tagen besonders im nördlichen und auch östlichen Teil des Landkreises Bayreuth fort. Am 8. Juni 2021 waren dann erste Entspannungen zu verzeichnen und damit erste richtige Ruhepausen für viele Einsatzkräfte möglich.

Während am Sonntag, 6. Juni 2021, nochmals Bindlach mit seinen Außenorten sowie der Gemeindebereich von Goldkronach, unter anderem mit Nemmersdorf und Dressendorf betroffen waren, zogen am Montag, 7. Juni 2021, hauptsächlich über dem Bereich von Nemmersdorf, Kottersreuth, Döhlau, Görau und Untersteinach sich heftig entladende Gewitterwolken auf.

An allen drei Tagen waren eine Vielzahl von Feuerwehren mit hunderten von Feuerwehrleuten aus dem gesamten Kreisgebiet im Einsatz, um vollgelaufene Keller abzupumpen, Wohnhäuser und Firmengebäude von den Wassermassen zu befreien, Gefahrenstellen abzusichern, überschwemmte Straßen zu reinigen sowie mit Sandsackbarrieren Überflutungen abzuwenden. Hierzu wurden beispielsweise am Sonntag an vier taktisch günstig gelegenen Standorten Depots mit Sandsäcken errichtet, die dann mit den Logistikmöglichkeiten der Feuerwehren des Landkreises angefahren wurden. Knapp 250 Paletten bzw. 12.400 Sandsäcke wurden in Kirchahorn von Einheiten aus dem Süden gefüllt und verladen. Ein Teil dieses Vorsorge-Pakets wurde bereits an kritischen Punkten eingesetzt. In besonders betroffene Bereiche wurden stetig neue Löschzüge zur Gebietsabsicherung beordert, um auf weitere Einsätze kurzfristig und schlagkräftig reagieren zu können. Auch die Wechselladersysteme des Landkreises waren in den schwer getroffenen Gebieten im Einsatz.

Nachdem eine erneute Unwetterwarnung für den Nachmittag des 8. Juni 2021 durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) prognostiziert wurde, hat Kreisbrandrat Hermann Schreck entschieden, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung gegen 14 Uhr vorbereitend auf weitere Schadenslagen auf dem Gelände der Integrierten Leitstelle Bayreuth-Kulmbach in Position zu bringen, wo sie bereits am Vortag tätig war. Zu weiteren Hochwassereinsätzen kam es glücklicherweise im verantwortlichen Bereich nicht, so dass diese Einsatzbereitschaft am späten Nachmittag aufgelöst werden konnte.

Bilanzierend sei zu erwähnen, dass trotz der außergewöhnlich heftigen punktuellen Unwetter- und Hochwassersituation durch das beherzte Eingreifen der unzähligen Feuerwehrleute mit Unterstützung der kommunalen Mandatsträger inklusive deren Belegschaft, der Integrierten Leitstelle Bayreuth-Kulmbach, den befreundeten Hilfsorganisationen wie Rettungsdienst und THW, aber auch der Bevölkerung, sich der Schaden dennoch in Grenzen hält. Unser Fazit: nur gemeinsam sind wir stark! Ein herzliches Vergelt´s Gott an Alle, die mit angepackt haben!

Hier noch einige Impressionen aus dem Unwettergeschehen:

 

 

Text: KBM Sven Kaniewski, Carolin Rausch
Fotos: KBI Harald Schöberl, KBM Sven Kaniewski, Freiwillige Feuerwehren, Carolin Rausch

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