Scheune in Vollbrand in Hummeltal

Scheune in Vollbrand in Hummeltal

Am 09.10.2022 wurden zahlreiche Feuerwehren, Rettungsdienst, THW und Polizei zu einem ausgedehnten Scheunenbrand nach Hummeltal/Pittersdorf alarmiert. Schon bei Eintreffen der ersten Kräfte, kurz nach dem Alarm gegen 13:25 Uhr, war schon von Weitem eine massive Rauchsäule über der Gemeinde zu erkennen.

An der Einsatzstelle fand man eine Scheune vor, aus deren Dachbereich bereits hohe Flammen schlugen und die auf die angrenzenden Gebäude überzugreifen drohten. Neben der sofortigen Aufnahme der Brandbekämpfung sowie dem Aufbau einer belastbaren Wasserversorgung mithilfe von Tanklöschfahrzeuge und Hydranten in der Umgebung, stand besonders die Räumung der umliegenden Gebäude im Fokus. Alle Personen konnten sich bereits selbst oder mit Hilfe der Feuerwehr unverletzt in Sicherheit bringen und wurden vorsorglich von den Mitarbeitern des Rettungsdienstes medizinisch untersucht.

Eine besondere Herausforderung stellte die großflächige Photovoltaikanlage dar, welche sich auf der Rückseite der Scheune befand. Die Feuerwehren haben in der Anfangsphase zwei Riegelstellungen zu den Wohngebäuden aufgebaut und sind im weiteren Verlauf in einen Zangenangriff übergegangen. Neben der Wasserversorgung durch umliegende Hydranten, wurde eine ca. 950m lange Schlauchleitung von einer 80 Kubikmeter Wasser fassenden Zisterne zur Einsatzstelle verlegt. Das Nachbargebäude wurde von Atemschutzgeräteträgern auf möglichen Raucheintritt und Beschädigungen überprüft sowie zur Sicherheit belüftet. Nach der Kontrolle konnte dieses ohne Einschränkungen wieder freigegeben und zugänglich gemacht werden.

Der zügige, koordinierte und schlagkräftige Einsatz der Feuerwehren hat dazu geführt, dass trotz des geringen räumlichen Abstandes, vor allem von einem Mehrparteienhaus zur Scheune, nicht der geringste bauliche Schaden entstanden ist. Die UG-ÖEL des Landkreises Bayreuth war mit Einsatzleitwagen 2 an der Einsatzstelle; von dort wurde die Gesamtkoordination der verschiedenen Einsatzabschnitte durchgeführt. Von der Feuerwehr Benk wurde das Einsatzabschnittsleiterfahrzeuge alarmiert, um sich per Drohne einen Überblick aus der Vogelperspektive verschaffen zu können. Die Feuerwehr Speichersdorf war ebenfalls mit dem sog. Hytrans und einem wasserführenden Großtankfahrzeug vor Ort. Das Transportunternehmen Gick entsendete einen 15.000 Liter Tankwagen, mit Wasser gefüllt, an die Einsatzstelle.

Die eingesetzten Feuerwehren waren aus Benk, Gesees, Glashütten, Hummeltal, Mistelbach, Mistelgau, Neustädtlein, Plankenfels, Schnabelwaid, Seitenbach, Spänfleck, Speichersdorf, Waischenfeld sowie der Stadt Bayreuth.

Außerdem haben die Feuerwehren Hinterkleebach, Hummeltal und Mistelbach im abwechselnden Schichtbetrieb eine Brandwache über Nacht gestellt.

Die Gesamteinsatzdauer betrug, bis zum Abrücken der letzten Kräfte, über 20 Stunden. Die Einsatzleitung hatte Kreisbrandmeister Daniel Ermer inne, der seinerseits von mehreren besonderen Führungskräften der Kreisbrandinspektion unterstützt wurde.

Fotos: KBM Stephanie Bleuse / Kreisbrandinspektion Bayreuth
Text: KBM Stephanie Bleuse

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