Schwerer Verkehrsunfall auf dem Weg zur Einsatzstelle – gemeldeter LKW-Brand auf der B22

Schwerer Verkehrsunfall auf dem Weg zur Einsatzstelle – gemeldeter LKW-Brand auf der B22

Zu einem LKW-Brand wurden am Samstag des 20.01.2018 die Freiwilligen Feuerwehren Kirchenlaibach, Seybothenreuth und Speichersdorf auf die Bundesstraße B22 zwischen Speichersdorf und Seybothenreuth alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte rasch Entwarnung gegeben werden, ein Langholztransporter verlor an einer Nachläuferachse mehrere Räder, wovon eines neben der Bundesstraße liegend, brannte.  Nur wenige Sekunden nach der ersten Lagemeldung kam über Funk ein Notruf des Kreisbrandmeisters über einen Verkehrsunfall in der Kemnatherstraße. In Absprache mit dem Kommandanten der FF Speichersdorf, der mit dem Mehrzweckfahrzeug an der Einsatzstelle auf der B22 verblieb, drehten die Einsatzmittel der Feuerwehr Kirchenlaibach und ein Teil der Speichersdorf Kräfte um. Der brennende Reifen wurde dann vom HLF der Feuerwehr Seybothenreuth abgelöscht, die Verkehrsabsicherung übernahm das Speichersdorfer Mehrzweckfahrzeug zusammen mit dem Gerätewagen-Logistik. Der LKW lud in Absprache mit der Polizei das geladene Langholz neben der Straße ab und konnte so seine Nachläuferachse selbst bergen sowie die Straße dadurch räumen. Nachdem die Straße gereinigt wurde, konnten die an dieser Einsatzstelle eingesetzten Kräfte wieder zum Standort zurückkehren. 

Während der Anfahrt zur Einsatzstelle „Brand LKW“ auf der Bundestraße 22 wurde vom zuständigen Kreisbrandmeister über Funk abgesetzt, dass sich in der Kemnatherstraße auf Höhe des Einkaufszentrums in Speichersdorf ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person ereignet hatte. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht bekannt, dass der Kreisbrandmeister selbst an diesem Unfall beteiligt war. Daraufhin drehten die Feuerwehr Kirchenlaibach, das Speichersdorfer Löschgruppenfahrzeug sowie das Tanklöschfahrzeug um und fuhren die neue Einsatzstelle an. Das ersteintreffende Speichersdorfer Tanklöschfahrzeug bestätigte die erste Meldung des Kreisbrandmeisters.

Der Kreisbrandmeister, der alleine und mit seinem zivilen Wagen mit Blaulicht auf der vorfahrtsberechtigten Straße unterwegs zur Einsatzstelle war, konnte einen Zusammenstoß mit dem mit zwei Personen besetzten Suzuki nicht mehr verhindern. Die Fahrertür des Suzukis wurde dadurch so stark deformiert, dass der Fahrer sein Fahrzeug nicht verlassen konnte. Die Verletzten wurden zu diesem Zeitpunkt vorbildlich von Unfallzeugen erstversorgt. Um für den Notarzt einen Zugang zum Fahrer zu schaffen, wurde mit dem hydraulischen Rettungssatz die Tür des Suzukis entfernt. Der Kreisbrandmeister konnte ohne weitere technische Hilfsmittel aus seinem Fahrzeug gerettet werden und wurde dem Rettungsdienst übergeben. Für die Rettung der Beifahrerin musste ein umgeknicktes Ortsschild mit der hydraulischen Rettungsscherre entfernt werden, danach konnte auch sie dem Rettungsdienst übergeben werden. Aufgrund der körperlichen Beschwerden des Suzukifahrers, wurde dieser in Absprache mit dem Rettungsdienst schonend aus seinem Fahrzeug gerettet. Dazu musste das Dach und die B-Säule entfernt werden, um den Patienten dann langsam nach oben aus seinem Fahrzeug zu heben. Bei der Verkehrsabsicherung und Vollsperrung der Kemnatherstraße während der Rettungsmaßnahmen unterstützte die Feuerwehr Seybothenreuth mit einem weiteren Fahrzeug. Der Einsatz dauerte rund 2,5 Stunden.

Text und Fotos: Christian Schwarzer, FF Speichersdorf, KBI Kerstin Schmidt

Nachfolgend die Pressemitteilung der Polizeiinspektion Bayreuth-Land zu dem Verkehrsunfall:

Kreisbrandmeister bei Einsatzfahrt verletzt

Speichersdorf. Am 20.01.2018, gegen 11:45 Uhr befuhr ein 61-jähriger Kreisbrandmeister aus dem Landkreis Bayreuth die Weidener Straße in Speichersdorf in Richtung B22. Er befand sich mit seinem Privatfahrzeug, aber mit Blaulicht und Martinshorn auf Einsatzfahrt zu einem brennenden Lkw auf der B22. Auf Höhe eines Supermarktes fuhr ein 60-jähriger aus dem Landkreis Bayreuth auf die vorfahrtsberechtigte Straße des Feuerwehrmannes ein, ohne diesem die Vorfahrt zu gewähren. Hierdurch stieß der Feuerwehrmann mit seiner Fahrzeugfront gegen die linke Fahrzeugseite des Unfallverursachers. Der Unfallverursacher musste aus dem Pkw geschnitten werden und kam schwer verletzt ins Klinikum Bayreuth. Seine Ehefrau, eine ebenfalls 60-jährige und der Kreisbrandmeister kamen ebenfalls schwer verletzt ins Klinikum Bayreuth. Durch den Unfall entstand ein Gesamtschaden von ca. 15.000 Euro.

 

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