Inbetriebnahme eines Notfall-Defibrillators in Gollenbach

Inbetriebnahme eines Notfall-Defibrillators in Gollenbach

Aus einer Idee wurde Realität – Ein Vorzeige-Beispiel für bürgerliches Engagement – Pilotprojekt des BRK im Landkreis Bayreuth

Nach über 6 Monaten Planung und Vorbereitungszeit konnte am Samstag, 30. 4. 2011 am Feuerwehrhaus in Gollenbach ein Notfall-Defibrillator, ausgestattet mit Funkfreischaltung, in Betrieb genommen werden.

Initiert und auch finanziell gefördert wurde diese Projekt-Idee von einem Bürger aus der VG Mistelgau. Ein weiterer Bürger kam später dazu und hat dieses Projekt ebenfalls finanziell mit unterstützt. Über eine Anfrage beim BRK Bayreuth und der HVO-Bereitschaft Mistelgau, konnte bereits im Frühstadium mit der in Glashütten ansässigen Heinz-Otto-Stiftung ein finanzieller Förderer für dieses Projekt gefunden werden. So haben glückliche Umstände dazu geführt, dass dieses Pilotprojekt des BRK im Landkreis Bayreuth in Gollenbach realisiert werden konnte.

Weiterhin ins Boot genommen wurde die Gemeinde Mistelgau, die Freiwillige Feuerwehr Plösen-Gollenbach sowie der ortsansässige Bürgerverein. Ein Standort für den Notfall-Defibrillator konnte am Feuerwehrhaus in Gollenbach gefunden werden. Für die Installation zeichnet Edmund Otto, BRK-Bereitschaft Mistelgau, sowie Karl Berneth von der BRK Bayreuth verantwortlich. Die technische Unterstützung erfolgte durch Herrn Markus Ruckdeschel, Leiter der integrierten Leitstelle BRK Bayreuth.

Mit diesem Gerät ist jeder Bürger in der Lage, bei Patienten mit Herzstillstand durch Reanimation den Herzrhythmus wieder her zu stellen. Das Gerät ist nach modernsten Kriterien konzipiert und erlaubt dem Anwender eine sprachgeführte, leichte Handhabung. Jeder Laie ist in der Lage dieses Gerät ohne Risiko für den Patienten anzuwenden.

Anlässlich eines kleinen Festaktes bei der offiziellen Inbetriebnahme wurde die richtige Handhabung den Anwesenden Vertretern der Freiwillen Feuerwehr, dem Bürgerverein, dem BRK Bayreuth, der HVO-Bereitschaft Mistelgau, der Heinz-Otto-Stiftung sowie Bürgermeister Georg Birner, als Vertreter der VG Mistelgau, demonstriert.

Über den Notruf 19222 an die Leitstelle Bayreuth wird der Defibrillator-Safe über ein Funksignal zentral geöffnet. Der Anwender hat dann die Möglichkeit den Defibrilllator zu entnehmen, mitzunehmen und zeitnah direkt am Patienten anzuwenden. Gleichzeitig dazu erfolgt die Alarmierung der Rettungsdienste. Dieses Notfall-System wird bereits seit längerer Zeit erfolgreich in öffentlichen Gebäuden, Kaufhäusern aber auch in Firmen bereit gestellt. Der signifikante Nutzen liegt in der schnellen Anwendung des Gerätes.

Die weitere Wartung wird durch die HVO-Bereitschaft Mistelgau sichergestellt. Die Kosten für Strom und Versicherung werden von der Gemeinde Mistelgau getragen.
In Zusammenarbeit mit den vorgenannten örtlichen Vereinen sind nun in den nächsten Monaten Informationen und Schulungen für interessierte Bürger vorgesehen, um eine möglichst effektive Nutzung des Gerätes zu gewährleisten.

Nach den verschiedenen Ansprachen der anwesenden Repräsentanten übergab Heinz Otto, der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, der gleichnamigen Stiftung die Förderzuwendung in Höhe von € 2.200,– an den Leiter der BRK-Bereitschaft Mistelgau, Jochen Ganzleben. Er verband seinen Dank an alle Beteiligten mit der Hoffnung, dass dieses Gerät großen Nutzen für akut erkrankte Bürger bieten wird.

Text: Pressemitteilung der HVO-Bereitschaft Mistelgau und der Heinz-Otto-Stiftung Glashütten
Fotos: Sven Kaniewski, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

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