“Mach Dein Kind stolz. Komm zur Feuerwehr!”

“Mach Dein Kind stolz. Komm zur Feuerwehr!”

Die diesjährige Feuerwehr-Aktionswoche steht unter dem Motto ” Mach Dein Kind stolz. Komm zur Feuerwehr! “. Mit dieser Kampagne werben die Feuerwehren für Nachwuchs bei den Quereinsteigern, also bei Vätern und Müttern, aber auch bei erwachsenen Singles. In Pottenstein hatten sich am Samstagnachmittag die Feuerwehren das passende Umfeld heraus gesucht. Bei der Firma Klubert & Schmidt fand die Großübung im Inspektionsbereich III statt.

Unter den Augen von zahlreichen Zuschauern aus der Bevölkerung und mehreren Vertretern der Gemeinde Pottenstein unter der Führung von Bürgermeister Stefan Frühbeißer nahm das Szenario gegen 16:40 Uhr seinen Lauf. Die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach alarmierte die Feuerwehren Pottenstein und Kirchenbirkig zu einer Brandmeldeanlagenalarmierung bei der Firma Klumbert & Schmidt. Bei der Anfahrt ließ der Kommandant der Feuerwehr Pottenstein, Wolfgang Bothe, weitere Wehren alarmieren, da bereits starker Rauch aus dem Firmengelände drang. Die Wehren aus dem Umkreis von Pottenstein, darunter auch die Wehr aus Kleingesee, Landkreis Forchheim, erhielten von der Leitstelle den Auftrag, nach Pottenstein zu eilen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte befand sich ein LKW, der im überdachten Mittelteils des Gebäudes stand, im Brand. Das Feuer hatte sich bereits auf das Gebäude ausgebreitet. Vor der Brandbekämpfung galt es fünf Mitarbeiter zu retten, die sich im Betrieb aufhielten und vermisst waren. Mit mehreren Atemschutztrupps wurde nach den Vermissten gesucht. Die Verletzten wurden den Rettungskräften aus Hollfeld zur weiteren Versorgung übergeben. Diese mussten Brandverletzungen und Knochenbrüche versorgen. Eine Person musste sogar reanimiert werden. Dies geschah selbstverständlich werbewirksam an einer Übungspuppe!

Zur Unterstützung der Löschwasserversorgung aus dem Hydranten-Netz, musste eine lange Schlauchstrecke aus dem Weiherbach, gegenüber der Tankstelle, bis zur Einsatzstelle verlegt werden. Hierbei wurden 1700 Meter Schlauch verlegt  und ein Höhenunterschied von 80 Metern überbrückt. Hier zeigten vor allem Ortswehren ihre Schlagkraft, die Leitung wurde in einer respektablen Zeit aufgebaut. Dem Einsatzleiter Wolfgang Bothe wurde es nicht langweilig, ein Trupp meldete ihm einen Kleinlaster, der an der Südseite des Komplexes verunglückte. Zu allem Überfluss hatte dieser Sprinter Gefahrstoffe geladen. Von der Einsatzleitung erhielten die Kameraden der Trockauer Wehr den Auftrag, die Chemiebehälter zu bergen. Der Bevölkerung wurde beeindruckend gezeigt, wie die Feuerwehr bei solchen Aufträgen vorgeht. Insgesamt sechs Einsatzkräfte wurden mit Vollchemieanzügen ausgerüstet. Ein Trupp ging zum Fahrzeug vor und gab über Funk die Kennzeichnung des Gefahrstoffes durch. Nachdem abgefragt wurde, um welchen Stoff es sich handelte, wurden die Fässer geborgen.

Gegen 18:30 Uhr gab der Einsatzleiter Übungsende über Funk an alle Einsatzkräfte. Die Übungsbesprechung fand in der Halle der Firma statt. Noch frisch vom Eindruck der Übung zeigte sich Geschäftsführer Andreas Kubizek beeindruckt von der Schlagkraft der Rettungskräfte. Als Kommandant Wolfgang Bothe fragte, ob die Übung auf seinem Gelände statt finden könne, sagte er sofort zu, da er wisse wie wichtig Übungen seien, denn er war vor seiner Geschäftsführertätigkeit Pilot bei der Bundeswehr. Deshalb spendierte er den Einsatzkräften zudem die Getränke. Nach der Besprechung, die durchwegs positiv verlief, spendete Bürgermeister Stefan Frühbeißer den gut 230 Akteuren eine kleine Brotzeit.

Text: Gerhard Eichmüller

Fotos: Marc Leinberger und Gerhard Eichmüller Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit

Hier einige Impressionen von der Übung:

 

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